Contentful: der Pionier unter den Headless-CMS
Contentful gilt als Pionier unter den SaaS-Headless-CMS: vollständig verwaltet, wartungsfrei und API-first. Was es kostet, wann es sich lohnt und wie ich dir eine neue Webseite oder App für dein bestehendes Contentful baue.
Viele Unternehmen setzen bereits ein Headless-CMS ein, ohne dass die Webseite davon profitiert. Die Inhalte liegen sauber strukturiert in der Cloud, aber das Frontend ist in die Jahre gekommen, oder es fehlt eine App, die dieselben Inhalte nutzt. Ein System begegnet mir dabei besonders oft: Contentful.
In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Contentful ist, warum es als Pionier unter den SaaS-Headless-CMS gilt, was es kostet und wann es die richtige Wahl ist. Und ich zeige dir, wie ich dich unterstütze, wenn Contentful bei dir bereits im Einsatz ist.
Kurz gesagt: Contentful ist ein vollständig verwaltetes Headless-CMS. Es gibt keinen eigenen Server und keine Installation, die du aktuell halten musst. Die Inhalte kommen über Schnittstellen auf deine Webseite, in deine App oder in jeden anderen Kanal.
Was ist Contentful?
Contentful gilt als Pionier unter den SaaS-Headless-CMS. «Headless» bedeutet: Das System verwaltet ausschliesslich Inhalte, also Texte, Bilder, Produktdaten, Blogbeiträge oder Referenzen. Wie und wo diese Inhalte erscheinen, entscheidet ein separates Frontend. Das kann eine Webseite sein, eine App, ein Kundenportal oder alles gleichzeitig.
«SaaS» steht für Software-as-a-Service. Contentful läuft vollständig in der Cloud des Anbieters. Du installierst nichts, du betreibst keinen Server, und du spielst keine Updates ein. Die Redaktion arbeitet im Browser, die Entwicklung greift über Schnittstellen auf die Inhalte zu.
Warum ein Headless-CMS aus der Cloud?
Das Problem mit selbst betriebenen CMS
Viele KMU-Webseiten laufen auf einem CMS wie WordPress, TYPO3 oder Drupal, installiert auf einem eigenen Server oder bei einem Hoster. Zum Betrieb gehören das CMS selbst, Erweiterungen, die PHP-Version, der Webserver und die Datenbank. Jede dieser Schichten braucht regelmässig Updates, und jede kann zur Schwachstelle werden, wenn ein Update liegen bleibt.
In der Praxis bleibt genau das oft liegen. Die Webseite läuft, aber niemand fühlt sich verbindlich zuständig. Warum das ein unterschätztes Risiko ist, beschreibe ich im Beitrag «Wer kümmert sich eigentlich um die Sicherheit deiner Webseite?».
Was bei Contentful anders ist
Bei Contentful betreibt der Anbieter die gesamte Infrastruktur. Skalierung, Backups und Sicherheitspatches laufen im Hintergrund, ohne dass du oder dein Team etwas tun müsst. Laut seiner Sicherheitsseite ist Contentful seit 2019 nach ISO/IEC 27001 zertifiziert und verfügt über Berichte nach SOC 2 Type 2 und SOC 3. Das ist Sicherheit auf Enterprise-Niveau, die du als KMU selbst kaum aufbauen könntest.
Standardmässig werden die Daten in den USA gespeichert. Für Unternehmen mit höheren Anforderungen an den Datenstandort bietet Contentful eine EU-Datenresidenz an: Die Inhalte liegen dann in einem AWS-Rechenzentrum in Irland, Backups in Frankfurt. Diese Option gibt es als Zusatz zu den Premium-Plänen.
Was Contentful auszeichnet
API-first: Inhalte für jeden Kanal
Contentful ist von Grund auf für Schnittstellen gebaut. Es gibt getrennte Schnittstellen für die Auslieferung veröffentlichter Inhalte, für die Vorschau von Entwürfen und für die Verwaltung von Inhalten, dazu eine GraphQL-Schnittstelle. Eine Webseite, eine App und ein Newsletter-Tool können so auf dieselben Inhalte zugreifen, ohne dass etwas doppelt gepflegt wird.
Ein Content-Modell, das zu deinen Daten passt
In Contentful definierst du Inhaltstypen mit eigenen Feldern, etwa «Produkt», «Standort» oder «Stelleninserat». Die Inhalte bleiben dadurch strukturiert und lassen sich gezielt abfragen. Mit sogenannten Environments kannst du Änderungen am Content-Modell zuerst in einer Kopie testen, bevor sie live gehen.
Mehrsprachigkeit und Rollen
Jedes Feld lässt sich pro Sprache pflegen, und mit Rollen legst du fest, wer was bearbeiten und veröffentlichen darf. Gerade für Unternehmen mit mehreren Sprachen und grösseren Redaktionsteams ist das ein wichtiger Punkt.
Strukturierte Inhalte für SEO, AEO und GEO
Weil die Inhalte sauber strukturiert sind, lassen sie sich gezielt für Suchmaschinen und KI-Suchen aufbereiten, zum Beispiel als strukturierte Daten oder als FAQ-Bereiche. Das zahlt auf SEO, AEO und GEO ein: Sichtbarkeit in Google und in KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini.
Kosten: Was kostet Contentful?
Contentful bietet einen kostenlosen Plan. Er umfasst laut Contentful unter anderem 10 Benutzer:innen, 2 Rollen, 2 Sprachen, 100'000 API-Aufrufe und 50 GB Bandbreite pro Monat sowie einen Space mit 25 Inhaltstypen und 10'000 Einträgen. Werden die Limits erreicht, gibt es keine automatischen Zusatzkosten, sondern harte Obergrenzen.
Der Lite-Plan kostet laut der Preisseite von Contentful 300 US-Dollar pro Monat. Grössere Pläne werden individuell offeriert. Contentful ist damit klar auf Unternehmen ausgerichtet, die mehr als eine einfache Webseite betreiben.
Welcher Plan nötig ist, hängt von der Anzahl Personen, Sprachen, Einträge und Abfragen ab. Das schätze ich vor Projektstart mit dir ab, damit es später keine Überraschungen gibt.
Wann Contentful sinnvoll ist
- Deine Inhalte erscheinen in mehreren Kanälen, etwa auf der Webseite, in einer App und in einem Kundenportal.
- Mehrere Teams oder Standorte pflegen Inhalte in mehreren Sprachen.
- Du brauchst klare Rollen, Freigaben und Sicherheit auf Enterprise-Niveau.
- Contentful ist bei dir bereits im Einsatz, und die Inhalte sind gut strukturiert.
Für eine klassische KMU-Webseite mit einigen Seiten, Referenzen und einem Blog ist Contentful dagegen oft mehr System, als nötig ist. In solchen Fällen ist eine schlanke Lösung mit eingebautem CMS schneller umgesetzt, günstiger im Betrieb und einfacher in der Pflege.
Contentful, Hygraph oder Sanity?
Contentful hat die Kategorie geprägt, ist aber nicht das einzige SaaS-Headless-CMS. Für neue Projekte arbeite ich meistens mit Hygraph oder Sanity. Alle drei laufen vollständig in der Cloud und nehmen dir Betrieb und Sicherheit ab. Die Unterschiede:
- Contentful passt gut für grössere Organisationen mit vielen Kanälen, Sprachen und Teams, oder wenn Contentful bereits im Einsatz ist.
- Hygraph passt gut, wenn GraphQL im Zentrum steht und Daten aus mehreren Quellen zusammenkommen.
- Sanity passt gut, wenn die Redaktionsoberfläche individuell auf dein Team zugeschnitten werden soll.
Für viele KMU sind Hygraph und Sanity beim Einstieg zugänglicher, sowohl bei der Einrichtung als auch bei den Kosten.
Contentful bereits im Einsatz? So unterstütze ich dich
Wenn dein Unternehmen Contentful bereits nutzt, musst du nicht das CMS wechseln, um eine neue Webseite oder eine App zu bekommen. Ich übernehme solche Projekte gerne und baue auf deinen bestehenden Inhalten auf:
- Neue Webseite oder neues Frontend: Ich entwickle das Frontend zum Beispiel mit Webstudio oder mit Next.js und binde die Inhalte direkt über die Schnittstellen von Contentful an.
- App mit denselben Inhalten: Web-Apps entwickle ich mit React und Next.js, mobile Apps mit Flutter. Mehr dazu findest du auf der Seite Apps.
- Content-Modell prüfen: Bei Bedarf schaue ich mir das bestehende Content-Modell an und schlage Verbesserungen vor, bevor das neue Frontend entsteht.
Design und Texte entstehen auf Wunsch zusammen mit Katja und Tina im kreativkollektiv.
Für neue Projekte: mein Standard-Setup
Planst du eine neue Webseite ohne bestehendes CMS, empfehle ich in der Regel mein Standard-Setup. Für die meisten KMU-Webseiten ist das Webflow, ein professionelles Entwicklungswerkzeug mit eingebautem CMS und sehr einfacher Inhaltspflege. Für Projekte mit vielen oder komplexen Inhalten kombiniere ich Webstudio mit Hygraph oder Sanity. Welche Lösung passt, entscheiden wir gemeinsam anhand deiner Anforderungen.
Fazit
Contentful hat gezeigt, wie ein CMS ohne eigenen Server funktionieren kann: vollständig verwaltet, wartungsfrei, über Schnittstellen angebunden und mit Sicherheit auf Enterprise-Niveau. Für grössere Organisationen mit vielen Kanälen ist es eine starke Wahl. Für neue KMU-Webseiten setze ich meist auf Webflow oder auf Webstudio mit Hygraph oder Sanity. Und wenn Contentful bei dir bereits läuft, baue ich dir die passende Webseite oder App dazu.
Du nutzt Contentful und brauchst eine neue Webseite oder eine App? Oder du planst ein neues Projekt und bist unsicher, welches System passt? Schreib mir. Webseiten für KMU gibt es ab CHF 3'000, umfangreichere Projekte offeriere ich individuell, mit einer Offerte, in der alle Positionen einzeln aufgeführt sind.
Häufige Fragen
Contentful ist ein Headless-CMS, das vollständig als Software-as-a-Service in der Cloud läuft. Es verwaltet ausschliesslich Inhalte und stellt sie über Schnittstellen bereit, auch über GraphQL. Die Darstellung übernimmt ein separates Frontend, etwa eine Webseite oder eine App. Contentful gilt als Pionier unter den SaaS-Headless-CMS.
Contentful bietet einen kostenlosen Plan mit unter anderem 10 Benutzer:innen, 2 Sprachen und 100'000 API-Aufrufen pro Monat. Der Lite-Plan kostet laut Contentful 300 US-Dollar pro Monat, grössere Pläne werden individuell offeriert. Welcher Plan nötig ist, hängt von Personen, Sprachen und Inhalten ab.
Standardmässig speichert Contentful die Daten in den USA. Als Zusatzoption zu den Premium-Plänen gibt es eine EU-Datenresidenz mit Speicherung in einem AWS-Rechenzentrum in Irland und Backups in Frankfurt. Zudem ist Contentful nach ISO/IEC 27001 zertifiziert und verfügt über Berichte nach SOC 2 Type 2.
Ja. Wenn Contentful bei dir bereits im Einsatz ist, entwickle ich das neue Frontend, zum Beispiel mit Webstudio oder Next.js, und binde die Inhalte über die Schnittstellen von Contentful an. Web-Apps entstehen mit React und Next.js, mobile Apps mit Flutter. Für neue Projekte ohne bestehendes CMS empfehle ich meist Webflow oder Webstudio mit Hygraph oder Sanity.
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